Presse

Systemupgrade und Softwareupdate – kleine Änderung große Auswirkung

Veröffentlicht 03.03.2015

Im Dezember letzten Jahres hatten wir das Thema BackUp und Datensicherheit behandelt und gezeigt, welche Risiken entstehen, wenn die beiden Themen vernachlässigt werden. In diesem Zusammenhang ist ferner die Systempflege ein wichtiges, aber oft unterschätztes Thema.

Derzeit sind nach wie vor viele PC-basierte Anlagen und Maschinen mit Windows XP oder noch älteren Betriebssystemen ausgerüstet. Bei diesen Systemen wird der Wunsch bzw. der Zwang – oft getrieben durch einen einheitlichen Standard seitens der internen IT – immer größer, auf neuere Betriebssysteme wie Windows 7 oder Windows 8 umzusteigen. Hierbei zeigt sich allzu oft, dass es mit einem Betriebssystem-Update allein nicht getan ist.

Entwicklungsumgebung
Meistens werden aktuelle Betriebssysteme nicht von den älteren Entwicklungsumgebungen unterstützt, mit denen die Applikation anfangs erstellt wurde. So wurde z.B.LabVIEW 7.1 nicht für Windows 7 freigegeben und die Unterstützung mittlerweile vom Hersteller eingestellt. In diesem Fall ist ein Update der Applikation auf eine aktuelle Version notwendig, z.B. LabVIEW 2014.

Bevor jedoch ein solches Update produktiv eingesetzt werden kann, sind entsprechende Tests notwendig, um die Funktionalität auch unter der neuen Entwicklungsumgebung zu gewährleisten. Dies betrifft im Übrigen nicht nur PC-basierte Applikationen, auch bei Applikationen, bei denen eine SPS (z.B. Siemens, Beckhoff) eingesetzt wird, ist nicht immer sichergestellt, dass „alte Applikationen“ mit der aktuellen Entwicklungsumgebung reibungslos funktionieren.

Treiber

Gerade bei vielen externen Geräten wie Scannern oder Druckern, bei verschiedenster Sensorik oder bei Schnittstellen zu einer Anlagensteuerung, ist die Funktionalität dieser seit Jahren genutzten Geräte mit einem neuen Betriebssystem und der entsprechenden Software zu prüfen. Zudem kann es passieren, dass ein Update des PCs nicht möglich ist, da aufgrund fehlender Mainboard-Treiber ein aktuelleres Betriebssystem generell nicht unterstützt wird.

Darüber hinaus werden viele Einzelkomponenten aber auch ganze SPSen oder Steuerungs-PCs im Rahmen ihres Produktlebenszyklus durch neue, kompatible Modelle ersetzt. Allzu oft sind hierbei jedoch Anpassungen an der Software aufgrund geändertenTimings oder anderer Modularitäten notwendig, sodass ein 1:1-Austausch nicht immer möglich ist.

Virtuelle Maschine

Generell ist es nicht empfehlenswert, mehrere Versionen einer Entwicklungsumgebung, unabhängig davon ob für PC-Programme oder SPSen, auf einem System zu installieren. Allerdings kann nicht immer auf die neueste Version umgestellt werden, da es sonst nicht mehr möglich wäre, ältere Applikationen zu warten. Deshalb verwendet ProNES seit Jahren virtuelle Maschinen. So kann je nach Anwendungsfall die passende System- bzw. Entwicklungsumgebung ausgewählt und die Applikation nach Kundenwunsch angepasst werden.

Fazit

Das rechtzeitige Erneuern veralteter Komponenten ist auch im Bereich der PC- und Daten-Welt unerlässlich. Aus diesem Grund sollten (PC-)Systeme und Applikationen einer regelmäßigen Wartung unterzogen und rechtzeitig die Möglichkeiten zum System-Update genutzt werden.

Sprechen Sie uns an, gemeinsam mit Ihnen finden wir die für Sie effizienteste Lösung.

Update